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Inspektion!

3. Januar 2011

Ich begutachtete nun erst einmal die beiden Filme, die ich gekauft hatte. Wundersamerweise hatte ich in meiner schäumenden Wut tatsächlich zwei gute Filme erwischt. Die würden meinen Freunden bestimmt gefallen. Auch die übrigen Geschenke waren doch gar nicht mal so schlecht. Wäre ja auch gelacht, wenn man am 23. Dezember keine schönen Weihnachtsgeschenke kaufen könnte. Ich fuhr frohen Mutes nach Hause und setzte mich erst einmal gemütlich vor den Fernseher. Es lief eine dümmliche Serie genau nach meinem Geschmack. Das Geschenke einpacken konnte ruhig noch bis morgen warten, denn was du heute kannst besorgen, schaffst du locker auch noch morgen.

Das nervige Elektrogeschäft!

30. Dezember 2010

Für meine Freunde fand ich wohl am ehesten etwas in einem Elektrogeschäft, dachte ich mir. Kaum betrat ich den großen Laden, dröhnte eine Lautsprecheransage: „Drucker Scanner Kopierer auf den halben Preis reduziert. Jetzt zuschlagen, Drucker Scanner Kopierer zum halben Preis!“ Ein kleines Kind fand die Ansage wohl unglaublich toll und brabbelte jetzt die ganze Zeit „Drucker Scanner Kopierer, Drucker Scanner Kopierer“. Dabei lachte es blöd. Ich hätte es am liebsten in eine der herumstehenden Waschmaschinen gesteckt und die Klappe zugemacht. Leider stand die Mutter aber in der Nähe und so musste ich das Drucker Scanner Kopierer Gequatschte weiter ertragen. Als das Kind endlich seine Klappe hielt, dröhnte wieder „Drucker Scanner Kopierer zum halben Preis“ aus den Lautsprechern. War ich denn hier im Irrenhaus gelandet? Wie sollte ich mir denn unter diesen Umständen konstruktiv Gedanken darüber machen, was ich meinen Freunden schenken könnte? Ich sah mir einige Computerspiele an und versuchte vergeblich das „Drucker Scanner Kopierer“- Gesäusel von dem kleinen Kind und der Stimme der Ansage zu überhören. Schließlich hielt ich es nicht mehr aus, packte mir zwei Filme und verließ fluchtartig den blöden Laden. Bezahlt habe ich natürlich noch. Es war wirklich eine Wohltat, wieder auf der Straße zu stehen.

Gestresster Einkauf!

26. Dezember 2010

Zuerst besuchte ich ein größeres Kaufhaus, weil ich dachte, hier wäre bestimmt für jeden etwas dabei. Ich irrte mich aber gewaltig. Es gab einfach nichts, was man gut hätte verschenken können. Schließlich kaufte ich dann doch ein Kuscheltier für meinen kleinen Neffen. Immerhin einen auf der Liste konnte ich nun abhaken. Es nervte mich außerdem, dass der Männeranteil in den Geschäften etwa 80% betrug. Musste wohl am Datum liegen. Am 23. Dezember kaufen eben nur noch Männer Weihnachtsgeschenke. Ich ging weiter und fand eine schöne Halskette für meine Freundin. Gott sei Dank. Meine Eltern müssten sich dieses Weihnachten mit Süßigkeiten begnügen, dachte ich mir. Damit es nicht ganz so einfallslos aussah, kaufte ich ihnen einen großen Schokobrunnen. Meine Eltern sind nämlich richtige Naschkatzen. Die würden sich bestimmt freuen. Für meine Schwester und ihren Mann kaufte ich in einem Klamottengeschäft Schals mit dazu passenden Handschuhen. Jetzt fehlten nur noch meine beiden Freunde.

Auf den letzten Drücker!

22. Dezember 2010

Wie jedes Jahr kam Weihnachten auch dieses Jahr viel schneller als ich es mir hätte träumen lassen. So stand ich dann am 23. Dezember ziemlich dumm dar, weil ich noch kein einziges Weihnachtsgeschenk gekauft hatte. Für Bestellungen im Internet war es nun natürlich zu spät. Die wären wahrscheinlich nicht einmal mehr im richtigen Jahr angekommen. Dabei war das doch so praktisch, die Weihnachtsgeschenke online zu bestellen. Drei mal Klicken und schon war ein Geschenk gekauft. Jetzt musste ich so losziehen in die Stadt, um alle Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Ich hatte überhaupt keine Lust auf den Stress, aber es führte kein Weg daran vorbei. Ich brauchte ein Geschenk für meine Freundin, eins für meine Eltern, eins für meine Schwester und ihren Mann und ihren Sohn, dann noch Geschenke für zwei gute Freunde usw. Die Liste schien kein Ende zu nehmen und so sprang ich hysterisch ins Auto und fuhr in die Stadt.

Hallo Welt!

8. August 2006

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